Präambel

Dafür steht die Integrale

© GEORGE M GROW

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DIE INTEGRALE steht als post-ideologische Partei für Alternativen, für eine bessere Zukunft. Wir voll-demokratischen Integralinnen und Integrale, voll-demokratische Mitte mit unterschiedlichen politischen Biografien, weltanschaulichen und religiösen Einflüssen, Frauen und Männer, Alte und Junge, Alteingesessene und Eingewanderte, Menschen mit und ohne Behinderungen, haben uns in einer neuen Volks-Partei zusammengeschlossen. Wir halten an dem Menschheitstraum fest, dass eine bessere Welt, nämlich eine integrale Welt möglich ist.

DIE INTEGRALE ist ihrer Position gemäß zentral. In jeder Frage sucht sie nach dem größten gemeinsamen Nenner. Darum verstehen wir Integralinnen und Integrale uns als die echte oder eigentliche umfassende Volkspartei.

Integralität sucht den Ausgleich zweier Kategorien: Vielheit und Einheit.

Der Vielheit gemäß ist DIE INTEGRALE pluralistisch und liberal, regional, föderalistisch und individuell, freiheitsliebend und unkonventionell.

Der Einheit gemäß ist DIE INTEGRALE zentral, sozial, international und global  (=Staat und Mensch als Teil der Umwelt, Natur und Welt).

Die Hauptaufgabe der neuen Politik ist es, in allen Fragen und Anliegen den größtmöglichen Ausgleich zwischen diesen beiden Kategorien zu finden. Diesen Ansatz [die monoplurale Integralität] erachten wir Integralinnen und Integrale für so grundlegend wichtig, dass wir ihn als systemisches Hauptkriterium schätzen und in den Namen unserer Partei hineingenommen haben.

Wir lassen die drei ideologischen Hauptströmungen der Politik, nämlich Kapitalismus, Sozialismus und Liberalismus, in jeder Hinsicht hinter uns und begreifen DIE INTEGRALE als postmoderne Partei: Sie vereint die Tradition mit der Modernität zur Postmoderne, der Integralität.

Überblick:

DIE INTEGRALE ist sozial und nicht sozialistisch,

liberal und nicht liberalistisch,

human und nicht humanistisch,

modern und nicht modernistisch,

materiell und nicht materialistisch,

ideell, nicht aber idealistisch,

praktisch und nicht pragmatisch,

traditionell und nicht traditionalistisch,

plural und nicht pluralistisch,

föderal und nicht föderalistisch,

zentral und nicht zentralistisch,

national und nicht nationalistisch;

DIE INTEGRALE ist an allen Gliedern schwer

symbiotisch,

hybridisch,

ohne Deut von Extremismus,

… integral.

Wir sind und werden nicht wie jene Parteien seien, die sich devot den Wünschen der Wirtschaftsmächtigen unterwerfen und gerade deshalb kaum noch voneinander unterscheidbar sind. Der Wettlauf der Menschheit mit sich selbst bedroht Mensch,  Umwelt und Frieden.

Wir verfolgen ein konkretes Ziel: Wir kämpfen für eine Gesellschaft, in der kein Kind in weder in physischer noch in geistiger Armut aufwachsen muss, in der alle Menschen selbstbestimmt in Frieden, Würde und sozialer Sicherheit leben und die gesellschaftlichen Verhältnisse selbst gestalten. Es soll keine zentrale Macht geben, keine Eliten, keine Oligarchen, die versuchen, nach den Regeln der Massenpsychologie die Gedanken der Menschen zu kontrollieren. Um dies zu erreichen, brauchen wir ein anderes Medien-, Wirtschafts- und Gesellschaftssystem:  die voll-demokratische Willensnation.

Wir wollen die großartigen Ideen, die Visionen und schöpferischen Kräfte der Menschen für überzeugende politische Vorhaben nutzen, um Bevormundung, Hunger und Armut auch in anderen Ländern zu überwinden, um die Folgen des Klimawandels und der Umweltkatastrophen in den Griff zu bekommen.

Nach allem, was wir wissen,  muss ein neuer Faktor ins Auge gefasst werden: dass auch zu viel Politik nicht gut sein kann. Ein gewachsener Staat mit stabiler Verfassung benötigt viel weniger neue Gesetzte, als beschlossen werden. Im Sinne der Willensnation braucht er neben der Beamtenschaft schließlich keine Berufspolitikerinnen und Berufspolitiker mehr.

Die Absage an die Berufspolitik ist auch eine Absage an politische Parteien. Das Volk kann sich selbst regieren. Beschlüsse fasst es in Volksbefragungen selbst. Bis zu 40 Fragen umfasst der halbjährlich ausgegebene Volksentscheidkatalog. Auch die im Katalog gelisteten  Fragen werden vom Volk für den nächsten Termin festgehalten und öffentlich diskutiert. Ziel ist keine möglichst hohe, sondern die möglichst qualitative Wahlbeteiligung.

Wenn durch Volksentscheid alle Parteien aus dem Parlament entlassen wurden, kommt an ihre Stelle das Volkstribunat. Es besteht aus vom Volk auf 2 Jahre bestelle Volkstribuninnen und Volkstribunen. Ist das Tribunat gefestigt, löst DIE INTEGRALE sich auf.

Schon heute feiern wir an jedem letzten Sonntag im Monat unseren Auflösungstag als Versprechen, dass DIE INTEGRALE sich selbst auflösen und die Staatsgeschäfte an die Volksvertreter übergeben wird.

Wir finden uns mit einer Welt, in der Partei- und Profitinteressen über die Lebensperspektive von Milliarden Menschen entscheiden und in der Ausbeutung, Kriege und Imperialismus ganze Länder von Hoffnung und Zukunft abschneiden, nicht ab. Wo vor allem der Profit regiert, bleibt wenig Raum für Demokratie. Die ungebändigte Freiheit der großen Konzerne bedeutet Unfreiheit für die Mehrheit der Menschen.

Auch mit der repräsentativen Demokratie geben wir uns nicht zufrieden. Auch wenn das Volk nicht immer die perfekte Entscheidung treffen kann, sind seine Entscheidungen besser als die der ideologischen, abhängigen, klassenkämpferischen Parteien, die das Volk unversöhnlich spalten. Ein größerer Konsens, wenn er auf dem integralen Wert beruht, ist eine bessere Ausgangsbasis für gute Politik und Entscheidungen, als ein ständiges Tauziehen zwischen ideologischen und uneingestandenen Eigeninteressen.

Wir stehen der Tradition skeptisch gegenüber. Das Bürgertum hat uns vor den Weltkriegen nicht bewahrt und sich heute fast ganz dem Kapitalismus verschrieben.

DIE INTEGRALE steht auch der Moderne skeptisch gegenüber. Der moderne Mensch lebt, als gäbe es keine Wahrheit. Die moderne Gesellschaft denkt wenig, weil es in ihr nutzlos ist, ein kreativer Denker zu sein, wenn man das, was man erschaffen hat, nicht auch verkaufen kann (ansonsten gilt in der modernen Gesellschaft immer das Prinzip der Arbeitsteilung). Sie ist wie ein Kind, und Ihr liebstes Spielzeug ist die Technik. Bedienen von Technik macht den Menschen zum Diener, zum Sklaven seiner Spielleidenschaften und der technik-produzierenden Industrie, was nicht nur die Umwelt, sondern auch die geistige Freiheit und Beweglichkeit des Menschen massiv belastet. Die Menschen der modernen Gesellschaft sind weniger dem Homo sapiens (der weise, denkende Mensch) zuzuordnen, als vielmehr seinem Vorgänger, dem Homa faber (der geschickte Mensch).

Das Klassenverständnis DER INTEGRALEN ist werteorientiert. Es unterteilt nicht nach Rasse, Vermögen, Aussehen, Beruf oder Bildung, sondern nach Bemühen,  an der Evolution seiner selbst, seiner Familie, des Freundeskreises, der Gemeinde, der Stadt, des Landes und des Planeten teil zu haben.

Das System der 4 Klassen ist voluntaristisch. Eine gesetzliche Grundlage ist unerwünscht. Jeder, der in Liebe (=Fürsorge, Hingabe) Ordnung sucht, versucht, findet, bessern, wahrt … und pflegt [in sich selbst, in seinen Kindern, in der Arbeit, in der Gesellschaft, in der Wissenschaft, in der Politik etc.] ist gesellschaftlich höher einzustufen als jene, die den Sinn des Lebens nicht oder nur wenig tun.

Der ideelle Wert ist integral. Er fasst 12 Wert-Kategorien [vom Hedonismus bis zur Einheit mit Umwelt und Kosmos] zum integralen Wert zusammen. Fehlt nur einer der 12 Werte, ist eine Sache weniger wert, ein Staat weniger funktional und ein Mensch weniger froh und erfolgreich.

Die Kämpfe für Menschenrechte und Emanzipation, gegen Faschismus und Rassismus, Imperialismus und Militarismus sind uns selbstverständlich. Wir wollen alle gesellschaftlichen Verhältnisse überwinden, in denen Menschen ausgebeutet, entrechtet und entmündigt werden und in denen ihre sozialen und natürlichen Lebensgrundlagen zerstört und sinnlos erschwert werden.

Wir wollen die neuen Möglichkeiten der Wissensaneignung, des kulturellen Austauschs und der Kommunikation für eine lebenswerte Zukunft nutzen. Rechts- und Sozialstaatlichkeit wollen wir ausbauen, damit Frauen und Männer souverän über ihre Arbeits- und Lebenszeit entscheiden können, Chancen der Beteiligung, der Bildung, des sozialen Füreinanders ergreifen können.

Der voll-demokratische Staat ist voluntaristisch: Die durch die Wählerschaft [und nicht durch politische Parteien] ermächtigten, aktiven, verantwortlichen Bürgerinnen und Bürger sind in Bezirks-, Gemeinde-, Stadt-, Landes- und Nationalrat  auf zwei Jahre gewählt.

Einen in Hinblick auf Demokratie, Mitbestimmung und Recht gesuchten Ausgleich aller soziologischen Kreise (Ich, Familie, Freundeskreis, Bezirk, Stadt, Land, Staat, Kontinent, Erde und Kosmos) halten wir für grundlegend. Auch das ist ein integrales Merkmal unserer Bewegung.

Grenzenloser Reichtum für die oberen Zehntausend, Entwürdigung für immer mehr Arme und sinkender Wohlstand für die große Mehrheit sind nicht Ergebnis der Internationalisierung von Produktion und Handel, sondern des globalen Kapitalismus. Die Konsequenzen sind allgegenwärtig: ein wachsender Niedriglohnsektor, Arbeitsplatzvernichtung, Abbau von sozialen Leistungen, verarmte Kommunen, fehlende Ausbildungsplätze, soziale Bildungsprivilegien, Zwei-Klassen-Medizin, alte Menschen in Armut oder ohne menschenwürdige Pflege. Die herrschende Politik hat sich den Interessen der Konzernchefs und Vermögensbesitzer untergeordnet. Diese Agenda ist gegen die Interessen der Mehrheit der Menschen gerichtet. Wir setzen auf globale Kooperation und Solidarität statt auf das Recht des Stärkeren. Eine Welt unter dem Diktat eines allmächtigen globalen Kapitalismus ist keine erstrebenswerte Welt. Im Mittelpunkt von Wirtschaft und Politik müssen die Lebensbedürfnisse und Interessen der Mehrheit der Menschen stehen.

Wir wollen dazu beitragen, dass aus passivem Unmut aktive Gegenwehr wird. Wir setzen Lohndumping, Sozialraub und dem Ausverkauf der Menschlichkeit und öffentlichen Eigentums Widerstand entgegen. Wir wollen die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse verändern und ringen um eine andere Politik. Wir kämpfen für einen Systemwechsel, weil der Kapitalismus, der auf Ungleichheit, Ausbeutung, Expansion und Konkurrenz beruht und zwei Weltkriege geschürt hat, der Liberalismus, dessen freiheitliche Utopien mit dem wahren Wesen des Menschen nicht übereinstimmen, und die Sozialdemokratie, die sich ebenso dem Kapitalismus verschrieben hat, mit diesen Zielen unvereinbar ist.

Wir haben uns zusammengeschlossen zu einer neuen politischen Kraft, die für Weitsicht, Freiheit und Ausgleich steht, konsequent für Frieden kämpft, voll-demokratisch, sozial-human, ökologisch, offen, streitbar und tolerant ausgerichtet ist. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern in Europa und weltweit, mit Gewerkschaften und Bewegungen suchen wir nach alternativen Lösungen und gesellschaftlichen Alternativen. Wir wollen eine voll-demokratische Gesellschaft aufbauen und kämpfen für einen Richtungswechsel der Politik, der den Weg zu einer grundlegenden Umgestaltung der Gesellschaft öffnet, die die alten Ideologien und Parteien überwindet.

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© Die-Integrale.
Gemeinsam mehr werden.
Demokratie ist machbar.

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